Bericht vom Umweltprojekt in Meinsen „ZusammenWachsen – Jugend gestaltet Zukunft“
Das lange Himmelfahrtswochenende wurde von uns sinnvoll genutzt, um auf dem Außengelände unserer Jugendbildungsstätte in Meinsen eine rund 150qm große Rasenfläche umzugraben, den Boden aufzulockern und neue Pflanzensetzlinge und Samen einzusetzen. 16 Jugendliche brachten sich tatkräftig mit in die Planung und die Umsetzung ein. Im ersten Schritt wurde ein gemeinsamer Beetplan besprochen: „Wo soll wie welches Beet angelegt werden?“ Das gemeinsame Aufreißen der Grasnarbe war die körperlich schwerste und längste Aufgabe, wurde aber gemeinschaftlich und mit Eifer vollzogen. Mit kurzen Diskussionsinterventionen wurde sich stets darüber ausgetauscht, zu welchem Zweck wir gerade die aktuelle Aufgabe erledigen und was als nächstes zu tun sei. Die Auflockerung des Bodens setzte dabei allerlei Kleinsttiere und Insekten frei, z.B. kleine Waldeidechsen, unzählige Regenwürmer, Käfer und Larven, was schon gute Indizien für einen gesunden und fruchtbaren Boden waren. Daher war die Motivation umso größer mit dem Einsetzen der Setzlinge zu beginnen. Um die 120 Setzlinge wurden zusammen identifiziert, die Pflanzenbedürfnisse festgestellt und der ideale Standort für die jeweiligen Pflanzen ausgewählt.
Parallel dazu zeigten die Jugendlichen Eigeninitiative und bastelten zwei Hochbeete aus alten Paletten, legten eine Vogeltränke aus alten Kübeln an, schraubten eine Erdbeerpyramide zusammen und installierten ein Sandarium, wodurch die Artenvielfalt weiter gefördert wird bei gleichzeitiger Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden. Eine weitere gemeinschaftliche Aktion stellte das Zusammensetzen von Nistkästen und Insektenhotels dar. Insgesamt wurden 18 Stück zusammengeschraubt, deren Anforderungen besprochen und auf dem gesamten Gelände angebracht. Im letzten Schritt wurden die Beete mit Rindenmulch und Stroh ausgelegt, um den Boden so lang wie möglich feucht zu halten sowie altes Geäst als Beetbegrenzung angelegt.
Totholz wurde nicht nur zur Zierde ausgelegt, sondern um weitere Lebensräume für Insekten zu schaffen. Das gemeinsame Bewässern mit den Gießkannen mit Wasser aus unserem Bachlauf komplettierte unser Projekt. Mit den Bildungsinputs, dem körperlichen Einsatz, einem sehr anschaulichen Endergebnis und der gemeinschaftlichen Aktivität war das Wochenende ein voller Erfolg für uns als umweltbewussten Jugendverband, für die Teilnehmenden, für die Natur und für kommende Gäste unserer Bildungsstätte in Meinsen!
Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei der Bingo-Umweltstiftung, welche das Projekt finanziert hat, bei allen ehrenamtlichen Helfenden und selbstverständlich bei allen Teilnehmenden, die den Grundstein für einen neuen Ort der Vielfalt, der Nachhaltigkeit und der ökologischen Verantwortung geschaffen haben. Dies war erst der Anfang!
Christopher Raue, DJO-Bildungsreferent, Mai 2026

« Zurück zur Übersicht

















































